Fünf Jagdhundgruppen:

Jagende Hunde
Schweißhunde
Stöberhunde
Vorstehhunde
Erdhunde



Wie kam es...
ein wenig Geschichte

Der Jagdgebrauchshund und sein Ursprung

TerrierWir unterscheiden heute fünf Jagdhundegruppen:

1. Jagende Hunde
Typischer Vertreter ist hier die Bracke, die mit tiefer Nase der Wildfährte folgt.

2. Schweißhunde
Bayrischer Gebirgsschweißhund, Hannover'scher Schweißhund, die ausschließlich zur Nachsuche von Schalenwild eingesetzt werden und in der Lage sind, angeschossenes Wild zu hetzen und zu stellen.

Rauhhaardackel3. Stöberhunde
Typisch ist hier der deutsche Wachtelhund, der das Wild aufstöbert und angeschossene Stücke Niederwild apportieren kann

4. Vorstehhunde
Vertreter dieser Gruppe ist hier der deutsche Vorstehhund, lang-, kurz-, stichel- oder drahthaarig. Vorstehhunde werden zur Feldjagd eingesetzt, wo sie durch ihr Verhalten (Vorstehen) das Wild markieren.

5. Erdhunde
Beispiele sind der Teckel und der Terrier. Bei der Jagd auf Fuchs und Dachs werden sie in die Baue geschickt, um das Wild zu sprengen, das heißt, zum Verlassen des Baues zu bewegen.

Die Entwicklung

Ende der letzten Eiszeit ca. 10.000 vor Christi beginnt die Entwicklung, die über Jahrtausende dem Hund die vielfältigsten Aufgaben zuweist. Zunächst als reines Haustier und Fleischreserve für Notzeiten gehalten, beginnt der Mensch die Fähigkeiten des Hundes für sich zu nutzen. Seine natürlichen Anlagen machen ihn schnell zum Wachhund, Hütehund und Zugtier (Schlittenhund). Es bleibt nicht aus, dass der Mensch die Jagdpassion des Hundes entdeckt und diese fördert. Er selbst ist dem Hund im Auffinden und Verfolgen von Wild unterlegen.

Abstammend von den von Donaukelten geführten Keltenbracken haben sich im Verlauf der letzen 2.000 Jahre unsere Jagdhunde entwickelt. Durch Kreuzung und konsequente Züchtung wurden sie zu Spezialisten für alle bei der Jagd auszuführenden Arbeiten geformt. Die Verantwortung für die artgerechte Züchtung liegt heute bei den Rassezuchtverbänden, in denen die Züchter organisiert sind. Diese wirken auch beratend mit, um dem angehenden Hundeführer seiner Jagdmöglichkeit entsprechend den richtigen Hund zu empfehlen. Jagd ohne Hund ist Schund!

TimDiesem Grundsatz getreu ist heute die waidgerechte Jagd ohne den ausgebildeten Jagdhund nicht denkbar. Bei aller Präzision und Perfektion der Jagdwaffen kommt es immer wieder vor, dass geschossene Stücke nicht am Anschuss verenden, sondern nachgesucht werden müssen. Hier ist der Hund der unersetzliche Jagdgehilfe, der dem Wildtier Qualen erspart und wertvolles Wildbret vor dem Verludern bewahrt. Die Ausbildung der jungen Hunde und ihren Führern liegt in den Händen der Jäger, die auf Hegering- und Kreisgruppenebene oder in Jagdgebrauchshundevereinen Hundelehrgänge ausrichten. Auch im Hegering Lüdenscheid hat die Ausbildung von Jagdhunden eine lange Tradition die heute noch gepflegt wird. Lehrgänge sowie Prüfungen werden jedes Jahr angeboten.


LJV Flyer "Mit dem Hund durch die Natur"

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